Spectre Folio 13 im Test: HP erfindet das Notebook neu - und das wortwörtlich

Mit dem Spectre Folio wagt HP ein ganz eigenes Notebook-Design – und hüllt das schlanke Gerät wie ein klassisches Notizbuch in Leder. Ob das als Novum ausreicht, verrät unser Test.
Notebook – Notizbuch – so taufte man tragbare Computer. HP hat den Namen beim neuen Spectre Folio sehr wörtlich genommen. Statt eines Alu- oder Plastikgehäuses ist der edle Laptop wie eine klassische Kladde in echtes Leder eingeschlagen, das die Metallteile im Inneren ummantelt. Wie ein Notizbuch lässt es sich auf- und umklappen. Und dazu gibt es noch einen Stift. Ob sich das verspielte Design auch im Alltag bewährt, haben wir getestet.
Das markante Design ist allemal einen Blick wert - und es fühlt sich auch gut in der Hand an. Die Lederoberfläche ist eine angenehme Abwechslung zum Alu-Einheitsbrei moderner Notebooks. Beim Tippen sorgt der Kontrast zwischen dem Leder unter dem Handballen und dem Metall der Tasten für ein sehr besonderes Gefühl. Beim ersten Hochheben fällt allerdings auf, dass die Konstruktion einen Preis hat: Mit einem Gewicht von 1,47 Kilo ist das Folio zwar kein Schwergewicht, mit den luftigen Ultrabooks um ein Kilo kann das 13-Zoll-Notebook aber nicht mithalten.
Einfach mal umblättern
Das Gewicht bemerkt man vor allem dann, wenn man das Folio als Tablet nutzen möchte. Wie ein klassisches Buch lässt sich das Folio nicht nur auf-, sondern auch umklappen. Ein Scharnier am Display erlaubt es, den Bildschirm auch vor die Tastatur zu klappen und es so zum Tablet umzuwandeln. Zudem gibt es einen Präsentationsmodus, bei dem Bildschirm und Trackpad, aber nicht die Tastatur zu sehen sind. Abnehmen lässt sich das Display aber nicht. Das Bild des Full-HD-Bildschirms (1920x1080 Pixel) ist hell, Farben und Kontraste sind gut, wenn auch nicht herausragend. Schade: Unten hat das Display einen sehr großen Rand, der das gesamte Gerät größer macht.
Im klassischen Laptop-Modus ist der Folio aber fast jedem Tablet mit zusätzlicher Tastatur überlegen. Die Tastatur erlaubt mit einem angenehmen, nicht zu weichen Anschlag und gut zu erreichenden Tasten ein sehr gutes Schreibgefühl. Zu Anfang irritiert es etwas, dass rechts neben Enter- und Löschtaste noch weitere Funktionstasten liegen. Nach einer Weile gewöhnt man sich aber daran. Das Trackpad kommt nah an die von Apple heran – sie sind immer noch der Maßstab der Branche. Die Steuerung ist schnell und präzise, wie Apples Trackpad erlaubt es Fingergesten wie Zoomen oder das Scrollen mit zwei Fingern.
Einmal im Tablet-Modus lässt sich das Folio mit den Fingern oder dem mitgelieferten Stift sehr gut nutzen, wenn es wie oben beschrieben auch deutlich schwerer ist als aktuelle Tablets wie das iPad Pro. Der Stift, der sich im zusammengeklappten Zustand einfach in den Rahmen klemmen lässt, eignet sich gut für handschriftliche Notizen. Auch in den Suchschlitz kann man Anfragen einfach per Hand eintragen. Für Zeichnungen, die über schnelle Skizzen hinausgehen und Präzession erfordern, ist die Latenz aber zu hoch.
Gute Leistung, schwache Grafik
Dabei ist die Leistung gemessen am Formfaktor recht hoch. Im Inneren werkelt ein zweikerniger i7-Prozessor der achten Generation, die neunte wurde im Herbst vorgestellt. Für Office-Anwendungen reicht das gemeinsam mit den 16 GB Arbeitsspeicher locker aus, für Spiele eignet sich das Gerät wegen der schwachbrüstigen Grafikkarte aber nicht. Selbst ältere 3D-Spiele ruckeln deutlich.
Die zwei von HP angebotenen Modelle unterscheiden sich beim Speicher und der Konnektivität. Das kleinere, ab 1600 Euro erhältlich, bietet 512 GB schnellen SSD-Speicher und benötigt für die Internetverbindung Wlan. Beim mit 1940 Euro deutlich teureren Modell sind 1 TB verbaut, es kann zusätzlich zur Wlan-Verbindung auch per LTE ins Netz – einen entsprechenden Mobilfunktarif vorausgesetzt.
Klinke aber wenig Bass
Bei den Anschlüssen wird bei beiden Modellen gespart: HDMI, klassische USB-2-Buchsen oder einen Netzwerk-Anschluss gibt es nicht, HP setzt voll auf den modernen USB-C-Standard. Drei Buchsen bringt der Folio mit, über eine von ihnen wird er auch geladen. Gut: Anders als manche Konkurrenten gibt es weiter einen Klinkenanschluss.
Apropos Sound: Für die Boxen hat sich HP Hilfe von den Experten von Bang & Olufsen geholt. Als Kaufgrund taugen die aber nicht. Die Box liefert einen ordentlicher Klang, dem aber Druck in den Tiefen fehlt. Dass es auch auf schlanken Gehäuse besser geht, zeigt etwa das iPad Pro.
Die Akkulaufzeit beträgt laut HP bis zu 20 Stunden, bei Benutzung waren es aber eher zehn bis zwölf. Ein ganzer Arbeitstag ist aber drin.
Fazit: Tolle Idee mit Luft nach oben
Das HP Spectre Folio bietet nicht nur ein frisches Design, sondern kann auch bei genauerem Hinsehen überzeugen. Die Konstruktion aus Leder sieht schick aus, fühlt sich gemeinsam mit der tollen Tastatur und dem angenehmen Trackpad sehr gut an. Zusammen mit dem Stift und der recht langen Akku-Laufzeit ist es ein wirklich gelungener Begleiter im Arbeitsalltag.
Luft nach oben gibt es aber schon. Das Design macht das Folio im Vergleich zu anderen Ultrabooks und Tablets recht schwer, der große Display-Rand macht es größer als nötig. Und auch bei der Performance könnte noch etwas mehr drin sein. Wer ein besonderes Notebook sucht und das entsprechende Kleingeld mitbringt, dürfte damit aber leben können.
Das HP Spectre Folio 13 ist bereits im Handel erhältlich.

Motorola Moto G7 Unboxing: So viel Smartphone muss sein

Die Moto-G-Smartphones sind so gut wie möglich und nicht teurer als nötig. Mit dem neuen Moto G7 führt Hersteller Motorola diese Erfolgsstrategie weiter, ohne dabei allzu große Sprünge zu wagen. Unser Unboxing.
Die Moto-G-Serie führt gut vor Augen, in welche Richtung sich das Smartphone als solches in den vergangenen fünf Jahre entwickelt hat. Handlichkeit steht nicht mehr im Vordergrund und statt auf robuste Zweckmäßigkeit setzen Unternehmen auch in der unteren Preisklasse auf einen luxuriösen Anstrich. Im neuen Moto G7 verbaut Motorola wie eh und je die essenziellen Features, die das Smartphone von heute mit an Bord haben sollte: Ein längliches Display mit Notch, eine Dual-Kamera, viel Speicherplatz und einen modernen USB-C-Anschluss, der schnelles Laden unterstützt.
Verpackt ist diese Technik in einem wasserabweisenden – nicht IP-zertifizierten – Gehäuse mit gebogener Glasrückseite und einem lackierten Kunststoffrahmen, das durchaus edel anmutet. Die Verarbeitung ist sehr gut, auch die Druckpunkte der rechts angebrachten Knöpfe sind gelungen. Der Power-Taster ist mit spürbaren Rillen versehen und lässt sich so intuitiv bedienen. Am Kopfende hat das Moto G7 seinen Kartenschlitten, darin lassen sich neben einer microSD-Speicherkarte zusätzlich zwei SIM-Karten verstauen. Gerne gesehen ist die Kopfhörerbuchse am Fußende, daneben befinden sich der USB-C-Port und der Mono-Lautsprecher – Stereo-Sound bietet nur das äußerlich identische Moto G7 Plus.
Elegant versteckter Fingerabdrucksensor
Das Moto G7 ist wahrlich kein kleines Smartphone, mit 15,7 Zentimetern Länge und 7,5 Zentimetern Breite ist es ähnlich groß wie ein Samsung Galaxy S9 Plus. Die Glasoberflächen sind naturgemäß etwas rutschig, vorne wie hinten bleiben Fingerabdrücke sichtbar zurück. Den Fingerabdrucksensor hat Motorola wie beim Vorgänger auf der Rückseite recht elegant in das Batwing-Logo mit runder Einfassung integriert – er fällt nicht weiter auf. Anders die Kamera, die wie bei allen aktuellen Moto-Smartphones in einem großen runden Podest gute zwei Millimeter absteht.
Der Bildschirm des Moto G7 ist stattliche 6,2 Zoll groß und stellt auf einem Seitenverhältnis von 19:9 2.270 x 1.080 Pixel dar. Die Notch ragt gute 7 Millimeter in die Anzeige hinein und beherbergt mittig die Frontkamera, darüber befinden sich die Sensoren und – zwischen Deckglas und Rahmen – die Hörmuschel. Ausblenden lässt sich der Ausschnitt nicht. Das Display macht einen recht guten Eindruck, allerdings ist es auch bei direkter Draufsicht nicht besonders hell. Die Performance des im Moto G7 verbauten Snapdragon 632 reicht für eine flüssige Bedienung aus. Dazu dürfte auch das kaum veränderte Vanilla-Android beitragen, das mit Version 9 auf dem aktuellen Stand ist.
Das Moto G7 soll noch im Februar in Deutschland erhältlich sein und 250 Euro kosten.

Windows 10 Startmenü: Ein Ersatz für die Live-Kacheln

Das Windows 10 Startmenü. Noch wird es von den Live-Kacheln dominiert, die seit Jahren das Erscheinungsbild des Betriebssystem prägen. Doch was, wenn die Live-Kacheln bald verschwinden? Was könnte man mit dem gewonnen Platz machen?
Schnellzugriff im Startmenü von Windows 10
Eines meiner Lieblingsfeatures von Windows 10 ist der „Schnellzugriff“. Hier können Nutzer im Datei-Explorer schnell auf favorisierte Ordner und zuletzt genutzte Dateien zugreifen.
Was würde passieren, wenn man die Dateien aus dem „Schnellzugriff“ in das Startmenü stecken würde? Der Twitternutzer vGlad gibt Antwort darauf:
Das sieht verdammt praktisch aus! So müsste man nicht mehr in den Datei-Explorer, um an die zuletzt verwendeten Dateien und Ordner zuzugreifen.
Das Konzept zeigt auch „vergangene Sets“ an – ebenfalls eine interessante Interpretation. Wir erinnern uns: Durch Sets konnte man von jedem Windows-Fenster aus neue Tabs öffnen. Die Funktion ist momentan zwar nicht verfügbar, soll aber in künftigen Windows-Versionen wiederkehren.
Ich muss gestehen: So gerne ich Live-Kacheln bei meinem Windows Phone genutzt habe, so selten verwende ich sie auf dem Desktop. Der „Schnellzugriff“ im Startmenü wäre hingegen ein echter Gewinn.

Samsung Galaxy Watch Active (SM-R500) Specs geleakt

Von der in Kürze erwarteten Samsung-Smartwatch Galaxy Active (bisher auch Galaxy Sport) gibt es frische Informationen. Jetzt wissen wir nicht nur, dass die neue Sport-Smartwatch von Samsung Galaxy Watch Active heißen wird, sondern erfahren auch Details zu Display und Co.
Die Leaks zu Samsungs nächsten Wearables haben schon sehr viel vor dem Launch am 20. Februar verraten. Zum Beispiel, dass die nächste Smartwatch von Samsung als Galaxy Watch Active und nicht als Sport-Modell an den Start gehen wird. Zuvor war das nächste Wearables aus der Uhrenkollektion von Samsung noch als Galaxy Sport und damit als Nachfolger der Samsung Gear Sport Smartwatch im Gespräch.
Jetzt liefert Sammobile neue Informationen und Details zur Ausstattung der Galaxy Watch Active. Während vor ein paar Tagen noch einige wilde Spekulationen zu und um die Modellnummer SM-R500 auch bei den Xda-Developers die Runde machten, scheint das Rätsel um die Samsung-Watch Active jetzt (fast) komplett gelöst. Einige Fans der bislang bei der Gear Sport (SM-R600) zu findenden drehbaren Lünette dürften von der neuen Galaxy Watch Active enttäuscht sein.
Wie es in dem Bericht heißt, verzichtet Samsung bei seiner Galaxy Watch Active, die offenbar nicht über ein größeres 1,3-Zoll-Display sondern ein kleineres 1,1-Zoll-AMOLED-Display mit einer Auflösung von 360 x 360 Pixeln verfügen wird, auf den Bezel Ring. Stimmen diese Informationen, dann orientiert sich Samsung hier offenbar am Design der sehr erfolgreichen Mode-Smartwatches der Fossil Group.
Gemäß dem Bericht verkleinert Samsung das Smartwatch-Display der Galaxy Watch Active im Vergleich zur alten Gear Sport, um damit die neue Sport-Smartwatch als Unisex-Modell zu platzieren. Dafür soll die bis zu 50 Meter Wassertiefe dichte Galaxy Watch Active etwas dicker als die mit 11,6 Millimetern Bauhöhe nicht gerade flache Gear Sport werden. Dafür passen in den Klotz dann ein Dualcore Exynos 9110 Chip, 4 GB Speicher, Bluetooth 4.2, NFC, Wi-Fi und ein 236-mAh-Akku.

Huawei P30 auch als 5G-Edition, weitere Specs geleakt

Ende März startet in Paris die neue P30-Smartphone-Familie bestehend aus P30 Lite, P30 und P30 Pro. Daneben plant Huawei aber auch eine spezielle 5G-Version und zu den beiden regulären P30-Varianten liegen nun auch weitere technische Details vor.
Huawei hat, analog zu Qualcomm, Samsung und Intel, sein geplantes 5G-Modem Balong 5000 bereits vor Wochen angekündigt - wir erwarten es beispielsweise im ersten faltbaren Smartphone der Chinesen, welches wir am Mobile World Congress in zwei Wochen erstmals sehen werden. Neben diesem Prestigeprojekt startet in Kürze aber auch die Nachfolgegeneration zum Kassenschlager P20 aus dem Vorjahr, konkret Ende März im Rahmen eines großen Launchevents in Paris.
Wir haben bereits einige Leaks und Bilder zum geplanten P30-Lineup gesehen, welche wie im Vorjahr aus P30 Lite, P30 sowie P30 Pro bestehen wird. Neu ist nun die Information, dass Huawei offenbar auch eine spezielle 5G-Version des P30 plant, die dann wohl ebenfalls mit dem Balong 5000 bestückt wird. Aber auch zu den regulären 4G-P30-Modellen liegen uns einige frische Informationshäppchen vor. So verkündet der Huawei Club via Twitter, dass das P30 einen 3.650 mAh Akku erhält, der mit maximal 22,5 Watt geladen wird. Das P30 Pro erhält dagegen analog zum Mate 20 Pro einen 4.200 mAh Akku mit superschneller 40 Watt Ladefunktion.
Dass Huawei in diesem Jahr auch dem regulären P30 ein OLED-Display spendieren wird, haben wir ja bereits früher erfahren, zudem ist hier auch noch eine 3,5 mm Klinkenbuchse für analoge Kopfhörer integriert. Etwas enttäuschend dagegen die Selfie-Cam, die auch in diesem Jahr bei einer Fixfokus-Optik bleiben und möglicherweise auf einem 25 Megapixel IMX576-Sensor von Sony basieren soll. Alle P30-Modelle bis auf das P30 Lite bieten natürlich Huaweis Kirin 980-SoC, alle starten mit EMUI 9.1 auf Android Pie-Basis. Das P30 Pro dürfte sich auch durch die hier erstmals integrierte Quad-Kamera vom regulären P30 unterscheiden.

Randloses Smartphone: Xiaomi plant vierseitiges Edge-Display

Ein Design-Patent von Xiaomi zeigt ein interessantes Smartphone-Konzept mit einem Display, das die gesamte Frontfläche bedeckt und an allen Seiten abgewinkelt ist. Das Geschmacksmuster von Bejing Xiaomi Mobile Software wurde im Februar 2019 in der Global Design Database der WIPO (World Intellectual Property Office) veröffentlicht.
Das Patent zeigt ein Smartphone mit einer Doppelkamera auf der Rückseite. Das Besondere an diesem Smartphone ist sein Display, das auf allen vier Seiten abgerundet ist. Bisherige Edge-Displays sind nur links und rechts, aber nicht oben und unten gewölbt. Auf den Zeichnungen ist keine einzige Taste zu sehen, unten befindet sich nur der USB-Typ-C-Anschluss.
Eine Notch ist beim neuen Geschmacksmuster-Patent nicht zu erkennen. Die Frontkamera könnte deshalb entweder unter dem Bildschirm platziert oder wie beim Xiaomi Mi Mix 3 in einem Slider untergebracht sein, mit dem bei Bedarf die Kamera herausgeschoben wird.
Produkt-Umsetzung noch unklar
Xiaomi legt großen Wert auf gute Selfie-Kameras und hatte Ende 2018 das chinesische Unternehmen Meitu übernommen, das für seine Selfie-zentrierten Smartphones bekannt ist und auch entsprechende Software entwickelt.
Ob und wann das futuristische Smartphone aus dem Designpatent auf dem Markt eingeführt wird, ist noch unbekannt. Das niederländische Magazin Letsgodigital hat schon einmal auf Basis der veröffentlichten Zeichnungen des Xiaomi-Modells ein 3D-Rendering des Smartphones erstellt, mit dem die Optik des vierseitigen Edge-Displays gut vermittelt wird. Letsgodigital hat auch das Designpatent selbst veröffentlicht.

Nach iPhone-Update: Apple Watch kommt nicht mehr ins O2-Netz

Ein Problem mit iOS 12.1.4 kann dazu führen, dass die Smartwatch sich nicht länger ins Netz von O2 einbucht. Es gibt Workarounds.
Die Aktualisierung des iPhones auf iOS 12.1.4 kappt unter Umständen die Mobilfunkverbindung der Apple Watch: Die Computer-Uhr kann sich nach dem Einspielen des System-Updates auf dem Begleit-iPhone nicht länger ins O2-Netz einwählen, wie betroffene Leser berichten. Stattdessen erscheint die Fehlermeldung, es sei "kein Mobilfunktarif verfügbar" und "O2-de unterstützt Apple Watch derzeit nicht".
Ungewollter Downgrade der Netzbetreibereinstellungen löst Fehler aus
Das Problem tritt offenbar durch eine Inkompatibilität zwischen der Systemaktualisierung und einem seit Ende vergangener Woche ausgelieferten Update der Netzbetreibereinstellungen auf: Die Version o2-de 35.1 wird dadurch – wenn schon iOS 12.1.4 installiert ist – irrtümlich auf 35.0 zurückgesetzt, wie Nutzer im Forum des Netzbetreibers erklären – das legt offenbar die eSIM in der Apple Watch lahm.
Bei den betroffenen Nutzern wird dann mehrfach angezeigt, es würden neue Netzbetreibereinstellungen vorliegen, eine Aktualisierung findet allerdings nicht statt.
O2-Kunden, die das Update auf iOS 12.1.4 noch nicht installiert haben, sollten unter iOS 12.1.3 erst noch die neuen Netzbetreibereinstellungen einspielen und dann erst das Betriebssystem aktualisieren, wie der Support des Mobilfunkanbieters empfiehlt. Die neuen Netzbetreibereinstellungen sollten zum Download angeboten werden, sobald man in den iOS-Einstellungen unter "Allgemein" den Abschnitt "Info" öffnet.
Workarounds bringen Apple Watch wieder ins O2-Netz
Das Problem ist bekannt und sei "mit Apple in Klärung", betont der Support von Telefonica O2 weiter. Als Workaround wird empfohlen, entweder auf die Beta von iOS 12.2 zu aktualisieren oder einen Downgrade auf iOS 12.1.3 durchzuführen, das Netzbetreiber-Update durchzuführen und erneut iOS 12.1.4 zu installieren – das System-Update beseitigt gravierende Schwachstellen.
Erste Nutzer berichten von einer einfacheren Lösung: Schließt man das iPhone mit iOS 12.1.4 per Kabel an einen Computer an, kann das Netzbetreiber-Update auch über iTunes bezogen und eingespielt werden. Auf diesem Weg erfolgt offenbar kein problematischer Downgrade der Netzbetreibereinstellungen, sondern das iPhone erhält die richtige neue Version o2-de 35.2 – und die Apple Watch sollte per eSIM auch wieder ins Mobilfunknetz kommen.
[Update 11.2.2019 16:45 Uhr] Die Gründe für das Downgrade der Netzbetreibereinstellungen seien bisher unklar, teilte Telefonica in einer Stellungnahme gegenüber Mac & i mit – man wolle das Problem mit Apple schnellstmöglich ausräumen. Man empfehle Nutzern, eine "Lösung von Apple abzuwarten". Auf iPhones mit eSIM und Dual-SIM-Funktion habe dies keine Auswirkungen, betonte der Netzbetreiber.