Intel Xe: Diskrete Grafikprozessoren sollen schon Mitte 2020 kommen

Mit seiner neuen Xe-Architektur will Intel im nächsten Jahr bekanntlich groß in das Grafikgeschäft einsteigen, von weiterhin integrierten Lösungen bis hin zu eigenständigen Chips und Grafikkarten für den Gaming- und HPC-Bereich ist alles geplant. Laut einem neuen Bericht sollen dabei Mitte 2020 die ersten diskreten GPUs präsentiert werden.
Demnach ist in der Jahresmitte mit der Enthüllung der ersten diskreten Grafikprozessoren in 10 Nanometer-Fertigung zu rechnen, wie die gut informierte Branchenseite Digitimes.com unter Berufung auf Quellen aus der Industrie berichtet. Anstatt alleinig den Gaming-Bereich anzuvisieren, soll Intel dabei vor allem auch gleich in den Bereichen Datacenter, Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen in Konkurrenz zu Nvidia treten wollen. Laut den Quellen von Digitimes will man "die neuen GPUs mit seinen CPUs kombinieren, um eine wettbewerbsfähige Plattform zu schaffen". 2021 soll dann der Shrink auf 7 Nanometer mit dem 3D-Design Foveros erfolgen.
Unterdessen ist noch unklar, welche Performance-Klasse Intel zunächst bedienen wird, jedoch rechnet die Gerüchteküche laut Notebookcheck.net derzeit unter anderem mit einem "mobilen Mittelklasse"-Chip namens "Intel Xe DG1", der ähnlich der Gen12-iGPU in den kommenden "Tiger Lake"-Prozessoren sein soll. Dementsprechend ist auch unklar, ob es gleich mit Grafikkarten oder erstmal nur mit Mobilprozessoren losgeht. Mit GDDR6-Speicher und einer TDP von 25 Watt soll der Xe DG1 dabei eine ähnliche Performance wie die bereits etwas ältere Geforce GTX 1050 von Nvidia erreichen. Der Chip war auch bereits in Treiber-Einträgen aufgetaucht.
Während die offizielle Enthüllung der diskreten GPUs laut Digitimes.com für Mitte des Jahres und damit möglicherweise zur Computex Anfang Juni zu erwarten ist, könnte Intel derweil voraussichtlich auch bereits zur CES 2020 im Januar Neuigkeiten zu den Xe-Grafikprozessoren verraten.

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